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Die Pyramiden & Paläste der Maya

Nachdem die Maya um das Jahr 900 ihre prachtvollen und monumentalen Siedlungen verließen, wurden diese zunehmend von dichtem Dschungel und Regenwald überwuchert. Erst 800 oder 900 Jahre später begann man nach den Spuren dieser alten Kultur zu suchen. Was man fand und immer noch weiter findet, ist atemberaubend.  

Sagenhafte Architektur
Die Maya erlangten in ihrer Hochkultur Erkenntnisse über den Transport der riesigen Steinblöcke, die sie für ihre Pyramiden und Palastbauten verwendeten, und über die Bindekraft des Mörtels. Sie nutzten Stuck zum Schutz ihrer architektonischen Gebilde, entwickelten Säulen und Geländer, Friese, Skulpturen, Mosaike und Wandmalereien.

Pyramiden für die Götter
Auf gigantischen Plätzen wurden Pyramiden für die Götter errichtet, um deren Wohlgefallen zu erlangen und ihnen auf der höchsten Spitze möglichst nahe zu sein. Dazu bauten die Maya einen Stumpf in der Mitte und errichteten an den vier Seiten jeweils eine pyramiden- und treppenförmige Konstruktion. Am Beispiel der berühmten Pyramide von Kukulcan in Mexiko lässt sich nachvollziehen, dass sie in ihre architektonischen Überlegungen auch die Gestirne mit einbezogen: Zum Herbstbeginn am 21. September bewegt sich ein Schatten, einer Schlange gleich, die Pyramide hinauf und am 21. März bei Frühjahrsbeginn wieder hinunter.

Ein Akt der Dankbarkeit
In der Zeitrechnung der Maya vollendete sich nach ihren Kalendern alle  52 Jahre ein Zyklus – und sie gingen davon aus, dass nun vermutlich die Welt unterginge, so wie nach ihrer Vorstellung auch zur Wintersonnenwende 2012. Geschah dies nicht, errichteten sie aus Dankbarkeit über der einen Pyramide die nächste, noch größer, noch prachtvoller als die vorherige. 

Sagenumwobene Entwicklungen
In Palanque fanden sich in den Gebäuden Anlagen für fließendes Wasser, steinerne Toiletten und eine Kanalisation; in den Palästen entdeckten Wissenschaftler wundervolle Fresken und Stelen, wie sie sich ähnlich auch auf anderen Kontinenten finden. Wie dieses Wissen jedoch zu den Maya – oder umgekehrt – gelangte, zählt zu den großen Rätseln der Menschheitsgeschichte … bisher zumindest.

Bild: Luis Alberto Lecuna, Wikimedia Commons

Bild: Jami Dwyer, Wikimedia Commons

 

 

 

 

 

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