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Frühe Hochkultur & geniale Erfinder

Die Zeit zwischen 250 und 900 n. Chr. gilt als die Zeit der Hochkultur der Maya. Im Kernland mit seinen schwellenden Flüssen und üppigen Regenwäldern bildeten sich neben vielen anderen die bedeutenden Stadtstaaten Tikal, Calamul, Palenque und Copan. Zeitgleich mit einer deutlichen Vermehrung der Königreiche erlebten Forschung und Wissenschaft eine nie da gewesene Blütezeit.

Die Blüte des Handels
Mit Kakaobohnen und kostbaren Steinen wie Jade und Obsidian, Vogelfedern und Tierfellen trieben sie nun regen Handel.
Ihre ganz einfache Mathematik ist legendär: Mit nur drei Symbolen – eine Muschel=0, ein Punkt =1 und ein Strich=5 – entwickelten sie ihr eigenes hoch spezialisiertes Rechensystem.

Der Maya-Kalender
Um die Zeit zu berechnen und zu deuten, nutzten sie gleich drei verschiedene Kalender parallel: einen für den täglichen Gebrauch, der 18 Monate mit jeweils 20 Tagen plus fünf namenlosen Tage umfasste und damit unserem 365-Tage-Kalener entspricht, von den Maya „Haab“ genannt.

Ein zweiter Kalender mit Namen „Tzolkin“ diente der zyklischen Berechnung von Ritualzeiten, in dem, so glaubt man heute, religiöse Zeremonien und Feiern festgelegt wurden. Er wurde in 20 Monate à 13 Tage aufgeteilt. Wie zwei Zahnräder griffen diese beiden unterschiedlich großen Kalender ineinander, und nur alle 52 Jahre kamen sie zeitgleich am Ausgangspunkt wieder an – was in seiner Bedeutung für die Maya vermutlich einem Jahrhundertwechsel in unserer Zeitrechnung entspricht.
Ein dritter war eine reine fortlaufende Zählung, die aus einem Grund, den man bis heute nicht kennt, am 13. August 3114 v. Chr. begann. Dieser Tag vor langer Zeit war für die Maya die Stunde Null.

Das Geheimnis der Schriften
Schriftzeichen, Symbole, Hieroglyphen und Logogramme offenbaren erst seit Mitte des letzten Jahrhunderts, von welchen Mythen, Weissagungen und religiösen Ideen aus die Maya ihr Leben gestalteten. Bis auf vier sind all ihre Bücher, sogenannte Codices, von den Spaniern verbrannt worden: Bischof Diego De Landa (Foto r.) ließ 1562 Altäre, Schriftrollen und Bilder in einer beispiellosen Zerstörungsaktion vernichten. Was übrig blieb, offenbarte ein dunkles Geheimnis der Maya.

Das Jahr 2012
Die Astronomie der Maya reicht jedoch noch viel weiter zurück – nämlich knapp 26000 Jahre. Mithilfe ihrer Mathematik und ihres Kalenders waren sie in der Lage, Weltereignisse mit Planetenkonstellationen zu vergleichen und vorauszuberechnen. Laut ihrer Kalkulation beginnt  nach 25800 Jahren und durch eine ganz besondere Planetenkonstellation zwischen Sonne und Milchstraße zur Wintersonnenwende am 21. Dezember 2012 eine neue Zeitrechnung. Ihre Prophezeiung war, das sich dieser Wandel im Bewusstsein, der Beginn einer völlig neuen Zeit zuvor durch große Natur- und andere Katastrophen ankündigen würde.

Bild: Wolfgang Sauber, Wikimeia Commons