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Das alte Heilwissen der Maya

Diego De Landa, der Bischof von Yucatán, ließ 1561 im Kloster Mani einen Scheiterhaufen errichten ließ, um sämtliche Schriften der Maya zu verbrennen. So hat er unzählbare Aufzeichnungen über das Heilwissen der Maya unwiderruflich vernichtet. Über Jahrtausende waren die Rezepturen von Heilern gesammelt und auf der Rinde von Feigenbäumen verzeichnet worden. Doch die Überlieferung bis in unsere moderne Zeit konnte er damit dennoch nicht zerstören.

Der Schatz der Natur
Mexiko, mit seinen 30000 verschieden Pflanzenarten, birgt einen wahren Schatz der Naturheilkunde.
Die Wirkungen von 900 Pflanzenarten haben Wissenschaftler aus dem alten Maya-Wissen inzwischen rekonstruiert. Außer zur Damiana-Pflanze, auf deren Wirkung die Maya seit ewigen Zeiten schworen, griffen sie auch zu Aloe und Agave, zu Papaya und Kermesbeere, Passionsblume, Sarsaparilla und vielen anderen Pflanzen, deren segensreiche Wirkung auch wir in Europa und in Deutschland aus der Naturheilkunde oder der Homöopathie kennen.

Heilige Küchengärten
In heiligen und in Küchengärten zogen die Maya ihre Pflanzen in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnhäuser, damit sie ihnen jederzeit als Helfer bei gesundheitlichen Problemen dienen konnten. Die Damiana-Pflanze, die erst im 17. Jahrhundert ihren Namen von spanischen Missionaren zu Ehren des Heilgen Damian erhielt (von Damianos = mächtig) – die lateinische Bezeichnung ist Turnera diffusa – spielt dabei eine ganz zentrale Rolle.

Maya-Wissen – aktuell wie eh und je
Ihr Verständnis von Gesundheit deckt sich mit den Vorstellungen des Zusammenspiels von Körper, Geist und Seele, wie sie auch Hahnemann und alle großen, ganzheitlichen Heiltraditionen bis heute vertreten.
Auch die Maya gingen von einer Störung des Zusammenspiels der Kräfte aus und setzten auf deren  Regulation. Pulsdiagnostik, wie sie auch im Ayurveda und der Traditionellen Chinesischen Medizin angewendet wird, war auch bei den Maya ein Weg, um die Störung aufzuspüren – um sie dann mithilfe sorgfältig ausgewählter Kräuter und Pflanzen zu beseitigen.

Ein Helfer mit vielen Namen
Das Reich der Maya war das zentrale Verbreitungsgebiet der Turnera diffusa – einem Safranmalvengewächs mit 1 cm großen gelborangen Blüten und einem zitronenartigen Duft.

Anhand der vielen unterschiedlichen Namen, die von den Maya bis heute für die Damiana-Pflanze benutzt werden, lässt sich ein breites Einsatzgebiet ableiten. Erschöpfung, Schwäche und Müdigkeit zählen mit zu den Wichtigsten. Um die Symptome zu lindern, brühen die Heilkundigen unter ihnen die Blätter als Tee auf und verhelfen damit den Betroffenen zu mehr Kraft und Gelassenheit. Eine Rezeptur so alt wie die Kultur selbst und bewährt seit Urzeiten. Erschöpfung, Nervosität und Schlaflosigkeit finden durch die Damiana-Pflanze einen sanft regulierenden und wirkungsvollen Gegenspieler.

Denkmal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blüte